Georgien / Türkei
Seit Veriko Tchumburidze 2016 im Alter von 20 Jahren den Internationalen Henryk Wieniawski Violinwettbewerb in Polen gewann, konnte sie ihren Ruf als hervorragende Solistin und Kammermusikerin vielfach unter Beweis stellen. „Sie ist der Atem der Zukunft“, so Wettbewerbsdirektor Andrzej Wituski, „sie lässt den Zuhörer tief in ihre Welt eintauchen.“ 2017 urteilte die Süddeutsche Zeitung anlässlich eines Auftritts in Starnberg: „Ihr spieltechnisches Können scheint keine Grenzen zu kennen.“
Veriko Tchumburidze wurde 1996 in eine georgische Familie im südtürkischen Adana geboren. Ihr Violinstudium begann sie am Konservatorium der Universität Mersin, Türkei, bei Selahattin Yunkus und Lily Tchumburidze. 2010 wechselte sie als Stipendiatin des Förderprogramms Young Musicians on World Stages (YMWS) nach Wien an die Universität für Musik und darstellende Kunst zu Dora Schwarzberg. Von 2015 bis 2022 arbeitete sie mit der renommierten Pädagogin Ana Chumachenko an der Hochschule für Musik und Theater in München. Meisterklassen absolvierte sie bei Albert Markov, Shlomo Mintz und Igor Ozim sowie an der Seiji Ozawa Academy und der Verbier Festival Academy. Seit 2022 engagiert sie sich in einem weiteren Masterprogramm an der Hochschule für Musik und Theater. Unter der Leitung von Dirk Mommertz und Raphael Merlin fokussiert sie sich auf Kammermusik.
Höhepunkte der Saison 2025/26 sind Veriko Tchumburidzes Polen-Debüt mit Wynton Marsalis’ Violinkonzert zusammen mit der Arthur-Rubinstein-Philharmonie unter Paweł Przytocki sowie die polnische Erstaufführung des Werks. Zudem gibt sie ihr Debüt im Auditorio Nacional in Madrid mit Respighis Concerto Gregoriano. Außerdem ist sie wieder beim NOSPR in Kattowitz zu erleben, wo sie Kanchelis Chiaroscuro unter Andrey Boreyko aufführt. Erstmals tritt sie beim Schiermonnikoog Festival, beim Wonderfeel Festival, beim Beethovenfest Bonn und bei den Europäischen Wochen Passau auf, während sie auch wieder beim Istanbul International Music Festival und beim Storioni Festival zu Gast ist. Zudem stehen in dieser Saison die Uraufführungen zweier ihr gewidmeter Werke auf dem Programm: Kaan Bulaks Solo Violin Sonata No. 2 und Aris Alexander Blettenbergs Byzantinische Rhapsodie.
Veriko Tchumburidze gastierte bei namhaften Orchestern wie dem Borusan Philharmonic (Eröffnungskonzert des Istanbul Music Festival), dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, Musikkollegium Winterthur, Mariinsky Theatre Orchestra, Melbourne Symphony, Lahti Symphony, NMF Orchestra Wroclaw, der Warschauer Philharmonie, dem Münchner Kammerorchester, dem Sinfonieorchester Liechtenstein, dem Zürcher Kammerorchester, dem Staatsorchester Stuttgart sowie dem Estonian National Symphony Orchestra.
Sie arbeitete mit Dirigenten wie Łukasz Borowicz, Ruben Gazarian, Sascha Goetzel, Howard Griffiths, Gemma New, Michael Sanderling, Aziz Shokhakimov, Dima Slobodeniouk, Marek Janowski und Olari Elts. Außerdem folgte sie Einladungen zu renommierten Festivals wie dem Warschauer Beethoven Easter Festival, Gstaad Menuhin Festival & Academy, Olympus Musical Festival, Rosendal Festival, Tbilisi Autumn Festival, Festival Eufonie sowie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, bei denen sie u. a. mit Leif Ove Andsnes, Nicholas Angelich, Lisa Batiashvili, Gérard Caussé, Sol Gabetta, Clemens Hagen, Maxim Vengerov und Tabea Zimmermann auftrat.
Zu ihren Kammermusikpartnern zählen die Pianistin Ketevan Sepashvili und der Pianist Mamikon Nakhapetov.
Gemeinsam mit dem Münchner Kammerorchester unter Howard Griffiths nahm Veriko Tchumburidze das Violinkonzert in C-Dur von Anton Wranitzky für Sony auf. Mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und Howard Griffiths entstand eine Einspielung der Filmmusik zu Schindlers Liste beim Label Klanglogo, mit der sie auf Einladung der Orpheum Musik Stiftung 2016 das Zürich Film Festival in der Oper Zürich eröffnete.
Seit 2016 spielt Veriko Tchumburidze eine Violine von Giambattista Guadagnini aus dem Jahre 1756, die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.
Homepage: https://verikotchumburidze.com/home
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